Nephrologie

Die verschiedenen Formen der akuten und chronischen Nierenerkrankungen sind von großer klinischer und prognostischer Bedeutung. Im Allgemeinen führen sie zu Einschränkungen oder zum Verlust der Nierenfunktion. In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit des akuten und des chronischen Nierenversagens deutlich zugenommen.

Es gibt viele Ursachen, die zu Nierenschäden führen. Hierbei spielen insbesondere immunologische, metabolische, toxische, infektiöse, hämodynamische und ischämische Faktoren eine wesentliche Rolle. Ferner gibt es eine Reihe von vererbten Nierenerkrankungen sowie auch tumoröse Erkrankungen, die zum Nierenversagen führen können.

Unter den metabolischen Erkrankungen ist vor allem der Diabetes mellitus zu einem wesentlichen Faktor für das Auftreten einer terminalen, dialysepflichtigen Niereninsuffizienz geworden. Die Anzahl der Patienten, die aufgrund eines Diabetes mellitus niereninsuffizient und damit dialysepflichtig wurden bzw. einer Nierentransplantation bedurften, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Ursache hierfür ist vor allem die so benannte diabetische Nephropathie. Bei rechtzeitiger Diagnostik z. B. über die in der Abteilung durchgeführte proteomischen Analysen von Blut- und Urinproben und konsequenter Therapie lässt sich im Regelfall das Auftreten der terminalen Niereninsuffizienz um viele Jahre verzögern bzw. sogar verhindern.

Verschiedene Verfahren der so genannten "Nierenersatztherapie" wie Hämodialyse, Peritonealdialyse und Nierentransplantation retten die betroffenen Patienten vor dem Tode. In der Regel führen die schweren chronischen Nierenerkrankungen und insbesondere die terminale, dialysepflichtige Niereninsuffizienz zu schwerwiegenden Veränderungen an anderen Organen, wie den Knochen, dem blutbildenden Organ, dem Herzen, dem Nervensystem sowie zu erheblichen metabolischen Störungen. Durch gezielte therapeutische Maßnahmen lässt sich eine Vielzahl dieser Veränderungen wirksam behandeln.